Vermeidbares Problem: illegale Müllablagerungen

Die ordnungsgemäße Entsorgung von Abfällen könnte doch so einfach sein – stattdessen landet immer mehr Müll in der Natur. Dabei bietet der Abfallentsorgungsverband Schwarze Elster (AEV) eine ordnungsgemäße und umweltgerechte Entsorgung für eine Vielzahl von Abfällen an.
„Neben unseren haushaltsnahen Sammelsystemen für Rest- und Bioabfall, Papier und Verpackungen bieten wir auf Abruf die kostenfreie Abholung von Sperrmüll, Schrott und Elektroaltgeräten an. Zudem betreiben wir sechs Wertstoffhöfe im Verbandsgebiet. Auf diesen wird eine Vielzahl von Abfällen angenommen“, skizziert der AEV-Verbandsvorsteher, Dr. Bernd Dutschmann, das Leistungsangebot kurz und ergänzt: „Leider ist es für einige Bürger jedoch bequemer, Rest- und Gartenabfälle bzw. kostenfrei entsorgbaren Sperrmüll oder Elektroaltgeräte in den Wald anstatt auf den Wertstoffhof zu bringen“. Alleine für das Einsammeln und die Entsorgung illegal abgelagerter Abfälle von einem abgelegenen Grundstück in Lauchhammer-West (siehe Foto) hat der AEV in diesem Jahr schon etwa 10.000 Euro aufgewendet. Die Umweltsünder sind jedoch nicht nur Privatpersonen. „Es handelt sich zunehmend auch um Gewerbetreibende, die Bauabfälle im Wald abladen. Beispielhaft sind hier alte Asbestplatten oder Bauschutt. Der Abfall wird einfach an abgelegene Waldwege vom Hänger gekippt“, beschreibt Dr. Bernd Dutschmann anhand vorliegender Bilder.
Die Suche nach Verursachern gestaltet sich schwierig, jedoch konnten in der Vergangenheit Umweltsünder ermittelt und die Vergehen mit Geldstrafe geahndet werden. Den Verursachern drohen nicht nur eine Geldstrafe bis zu 50.000 Euro Bußgeld, sondern sie müssen zusätzlich die Kosten der ordnungsgemäßen Entsorgung zahlen. Ist kein Verursacher zu ermitteln, trägt zum Ärger aller die Allgemeinheit die Kosten über die Abfallgebühren. „Deshalb mein Appell: Nutzen Sie unsere Entsorgungswege und melden Sie Umweltsünder direkt ihrem Ordnungsamt“, so der AEV-Verbandschef.

Für das Einsammeln und für die Entsorgung illegal abgelagerter Abfälle von einem abgelegenen Grundstück in Lauchhammer-West hat der AEV etwa 10.000 Euro aufgewendet. Foto: AEV/ Björn Naumann