Author Archives: Björn Naumann

Versand der Abfallgebührenbescheide

Wartezeiten bei Telefonnachfragen möglich

In den kommenden Tagen erhalten alle Haushalte, Gewerbetreibende und öffentliche Einrichtungen ihren Abfallgebührenbescheid für das Jahr 2021. Wie in den letzten Jahren führt der Abfallentsorgungsverband Schwarze Elster im ersten Teil des Gebührenbescheides die Endabrechnung für das Jahr 2020 durch. „Hierbei werden die Vorauszahlungen für die Entleerungen der Rest- und Biotonne mit den tatsächlichen Entleerungen verrechnet sowie ggf. weitere Veränderungen bei der Personenanzahl berücksichtigt. Die Daten dienen anschließend als Grundlage für die diesjährigen Abfallgebühren“, erklärt der Leiter des Kundendienstes, Thomas Frahm.
Auf Basis der am 27. Oktober 2020 beschlossenen Abfallgebührensatzung erfolgt die Berechnung der Abfallgebühren 2021, die nach 14 Jahren erstmalig steigen. Die Gründe dafür sind vielfältig: Kontinuierlich steigende Kosten für die Sammlung und Entsorgung von Abfällen sowie für illegale Müllablagerungen, Tariferhöhungen und immer höhere gesetzliche Anforderungen an eine fach- und umweltgerechte Abfallentsorgung, die der AEV umzusetzen hat. Gleichzeitig brachen die Erlöse für die Verwertung von Papier und Schrott bedingt durch fallende Marktpreise drastisch ein, zusätzlich gingen die Zinserträge stark zurück. „Diese Faktoren sowie die Entscheidung, allen Bürgerinnen und Bürgern weiterhin eine umfassende und leistungsfähige Abfallentsorgung anbieten zu können, machten die Gebührenanpassung notwendig“, erklärt AEV-Verbandsvorsteher, Dr. Bernd Dutschmann. Und davon profitiert jedermann, denn neue und gut ausgestattete Wertstoffhöfe sowie die Erweiterung der Sperrmüllsammlung verbessern das Dienstleistungsangebot spürbar.
Erfahrungsgemäß kommt es in den ersten Tagen nach dem Versand der Gebührenbescheide vermehrt zu telefonischen Rückfragen. Der AEV bittet bereits jetzt um Verständnis, wenn die Telefonleitungen häufig besetzt sind und es zu Wartezeiten bei Nachfragen kommt. Allgemeine Fragen zum Gebührenbescheid beantwortet der AEV auf seiner Internetseite unter www.schwarze-elster.de/abfallgebuehren/. Hier gibt es ein FAQ sowie eine ausführliche Erläuterung zum Gebührenbescheid. Neben telefonischen Nachfragen können individuelle Fragen auch per E-Mail geklärt werden. Nutzen Sie dazu die E-Mail-Adresse des Kundendienstes: kundendienst@schwarze-elster.de.

Die Gebührenbescheide für das Jahr 2020 werden ab 2. März zugestellt. Foto: AEV

Die Gebührenbescheide für das Jahr 2021 werden ab 1. März zugestellt. Foto: AEV

Fragen und Antworten zum Gebührenbescheid 2021

Die Festgebühr beträgt monatlich pro Person 2,99 €, pro Jahr sind das 35,88 €. Die Berechnung der Grundgebühr erfolgt auf Basis der einwohnermelderechtlichen Daten zum 01.01. diesen Jahres und ist damit von der Anzahl der mit Haupt- oder Nebenwohnsitz gemeldeten Personen auf dem betreffenden Grundstück abhängig. Kommt es zu Ab- oder Anmeldungen im laufenden Jahr findet eine monatsgenaue Berechnung statt. Die Festgebühr beinhaltet beispielsweise die Bereitstellung aller Abfallbehälter, die haushaltsnahe Abholung von Altpapier, Sperrmüll, Schrott und Elektroschrott, die Entsorgungsangebote auf den vier Wertstoffhöfen, die Abgabe von Schadstoffen am Schadstoffmobil, die Sammlung von Weihnachtsbäumen, die bürgernahe Abfallberatung oder die Vorhalteleistungen für alle Behandlungs- und Verwertungskapazitäten.

Die Festgebühr für die Wohngrundstücke wird für die Vorhalteleistungen für die Erfassung, Behandlung, Verwertung und Beseitigung gemischter Siedlungsabfälle und biologisch abbaubarer Abfälle sowie Weihnachtsbäumen, illegal abgelagerter Abfälle, die Vorhalteleistungen und die Leistungen für die Erfassung, Behandlung, Verwertung und Beseitigung von Sperrmüll, Elektroaltgeräten und Abfällen aus Metall sowie gefährlichen Abfällen in haushaltsüblichen Mengen, die Vorhalteleistungen und die Leistungen für die Erfassung und Verwertung von Altpapier/Pappe, soweit diese nicht von den Systembetreibern erfasst werden und die Betreibung von Wertstoffhöfen, die Verwaltungsleistungen, die Abfallberatung und die Öffentlichkeitsarbeit erhoben.

Der Abfallentsorgungsverband Schwarze Elster ermittelt gemäß § 5 der Abfallgebührensatzung die Personenanzahl zur Erhebung der Festgebühr der Grundstücke auf der Grundlage von amtlichen Einwohnermeldedaten (Haupt- und Nebenwohnung).

Kontinuierlich sind in den letzten Jahren die Kosten für die Sammlung und Entsorgung gestiegen. Dazu kamen Tariferhöhungen, gestiegene Aufwendungen für die Entsorgung illegaler Müllablagerungen sowie steigende gesetzliche Anforderungen an eine fach- und umweltgerechte Abfallentsorgung, die der AEV umzusetzen hat. Gleichzeitig brachen die Erlöse für die Verwertung von Papier und Schrott bedingt durch fallende (Welt-)Marktpreise drastisch ein, zusätzlich gingen die Zinserträge stark zurück. Zudem erfolgen Serviceerweiterungen (Erweiterung des Wertstoffhofnetzes, Erhöhung Mitnahmemenge Sperrmüll und Entsorgung von Laminat als Sperrmüll). Nach 14 Jahren stabilen Abfallgebühren und trotz großer Bemühungen der Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit ist eine Gebührenanpassung unausweichlich gewesen.

Lesen Sie dazu auch den Artikel: Abfallgebühren neu kalkuliert

Alle Grundstückseigentümer, Gewerbebetriebe und öffentliche Einrichtungen im Gebiet des AEV. Mieter von Wohnungen zahlen die Abfallgebühren im Rahmen der Betriebskostenabrechnung.

Jede Bürgerin und jeder Bürger kann aktiv seine Abfallgebühren durch Abfallvermeidung und korrekte Abfalltrennung reduzieren.

Die Aussagekraft der Gegenüberstellung von zwei absoluten Euro-Beträgen ist in diesem Fall sehr gering. Es fehlt dabei an einem seriös anwendbaren Vergleichsmaßstab insbesondere für folgende Kriterien:
- Größe, Zuschnitt, Einwohnerzahl und Siedlungsstruktur des Landkreises / der Stadt
- Gebührenmodell (z.B. all-inclusive-Gebühr oder fraktionsabhängige Einzelgebühren) und Gebührenmaßstab (z.B. Restabfallbehältergröße oder Anzahl der Leerungen)
- Ausgestaltung und Umfang der Serviceleistungen
- Anzahl, Ausbauzustand und Annahmespektrum von Entsorgungseinrichtungen wie z.B. Wertstoffhöfe, Deponien, Kompostieranlagen

Die Leistungsgebühr beinhaltet die Kosten für die Erfassung, Behandlung, Verwertung und Beseitigung der gemischten Siedlungsabfälle, der biologisch abbaubaren Abfälle und bei Nichtwohngrundstücken der Papierabfälle.

Restabfall:
Die Berechnung der Leistungsgebühr ist wie in den Vorjahren unverändert. Im ersten Schritt erfolgt die Verrechnung der vorausgezahlten Pauschale für die Leerungen der Restmülltonne mit der tatsächlichen Leerungsanzahl des Vorjahres. Anschließend dient die Anzahl der Entleerungen als Grundlage für die Berechnung der voraus zu zahlenden Pauschale für das aktuelle Jahr. Ob ein Mindestleerungsvolumen zusätzlich berechnet wird, ist von der tatsächlich abgegebenen Restabfallmenge sowie von der Anzahl der auf dem Grundstück gemeldeten Personen abhängig und wird im Abfallgebührenbescheid detailliert dargestellt. Die Mindestleerungsvolumen umfasst drei Liter pro Person und Woche.

Bioabfall:
Die Berechnung der Leistungsgebühr bei der Biotonne erfolgt wie beim Restabfall. Zu beachten ist jedoch, dass für die Biotonne einmalig Vorauszahlungen zu leisten sind, die im Folgejahr wie beim Restabfallbehälter mit den tatsächlich in Anspruch genommenen Entleerungen verrechnet werden.

Neben der Festgebühr berechnet der AEV eine Leistungsgebühr bzw. eine Schüttgebühr für den Restabfallbehälter. Im ersten Teil des Abfallgebührenbescheids findet eine Verrechnung der vorausgezahlten Pauschale mit der tatsächlichen Leerungsanzahl im Jahr 2020 statt. Des Weiteren dient die Anzahl der Entleerungen als Grundlage für die Berechnung der voraus zu zahlenden Pauschale für das Jahr 2021.

Das Mindestentleerungsvolumen schafft Anreize zur Vermeidung und Verwertung von Abfällen. Die Leistungsgebühr für ein Mindestentleerungsvolumen beträgt 156 l pro mit Haupt- oder Nebensitz gemeldeter Person und Jahr. Das angesetzte Mindestvolumen orientiert sich am Durchschnittswert, den eine Person durch Berücksichtigung der abfallrechtlichen Ziele der Vermeidung und Verwertung von Abfällen erreichen kann, ohne dass sie auf illegale Wege der Abfallentsorgung zurückgreift. Die Berücksichtigung besonders atypischer Lebensweisen und Konsumgewohnheiten ist im Rahmen des notwendigerweise pauschalisierenden Ansatzes der Satzung nicht geboten.

Nein. Über die gelbe Tonne werden Verkaufsverpackungen entsorgt. Die Leerung der gelben Tonne und die Entsorgung der Verpackungen werden ausschließlich über die Verkaufspreise der Produkte finanziert. Es handelt sich dabei gemäß dem Verpackungsgesetz um ein vollständig privatwirtschaftlich organisiertes und finanziertes Entsorgungssystem.

Per Überweisung:
Damit Ihre Zahlung dem richtigen Kundenkonto zugeordnet werden kann, führen Sie bitte die aufgeführte Kunden-Referenznummer im Verwendungszweck an.

per Girocode:
Der QR- oder Giro-Code auf dem Abfallgebührenbescheid 2021 erleichtert für beide Seiten die Überweisung. Mit der neuen Funktion „QR-Code einlesen“ in Ihrer Mobile-Banking-App oder bei diversen Sparkassen und Banken sowie auch am SB-Terminal scannen Sie einfach nur den Girocode. Dadurch werden automatisch alle Daten in das Überweisungsformular übertragen: Empfänger, IBAN, BIC, Betrag und Verwendungszweck. Sie geben anschließend nur noch Ihre Überweisung wie gewohnt mit einer TAN frei.

Per SEPA-Lastschriftmandat:
Einfacher und bequemer kann die Zahlung durch die Erteilung eines SEPA-Lastschriftmandats beim AEV erfolgen. Die Vorteile liegen auf der Hand: die lästige Terminüberwachung für die Raten der Abfallgebühren entfällt, die Zahlungen erfolgen immer pünktlich und deren Zuordnung durch die Mandatsreferenznummer erfolgt fehlerfrei.  Für die Erteilung des SEPA-Lastschriftmandats beim AEV liegt dem aktuellen Abfallgebührenbescheid ein Vordruck bei, der ausgefüllt an den AEV per Post geschickt werden kann. Alternativ kann das Formular - hier klicken - heruntergeladen werden.

Auf schriftlichen Antrag kann die Grund- und/oder Mindestentleerungsgebühr für Personen, die mehr als sechs aufeinander folgende Monate von ihrem Haupt- /Nebenwohnsitz, insbesondere aus Gründen des Berufes, der Ausbildung, des Studiums, des Wehr- und Ersatzdienstes abwesend sind, ermäßigt werden. Diese Anträge sind unter Vorlage geeigneter aktueller Nachweise hinsichtlich der Abwesenheit jährlich neu beim Abfallentsorgungsverband Schwarze Elster, Hüttenstraße 1 c, 01979 Lauchhammer einzureichen.

PDF icon Vorlage: Antrag auf Ermäßigung

Falls Sie Zweifel an der Anzahl der abgerechneten Leerungen für den Restabfallbehälter oder der Biotonne haben, übersenden wir Ihnen einen Einzelleerungsnachweis.

Ab 2021 verbessert der AEV sein Dienstleistungs- und Serviceangebot. Dazu gehören unter anderem:

Ermäßigungen für die mehr als 6-monatige Abwesenheit wird ab 2021 rückwirkend gewährt, d.h. Sie können die Nachweise der Abwesenheit leichter bei uns einreichen. Bis zum 10.02.2022 müssen die Nachweise für die Ermäßigungsanträge für das Jahr 2021 bei uns eingegangen sein. Die bereits gewährten Ermäßigungen für das Jahr 2020 bleiben gültig.

Sperrmüll wird bis zu einer Menge von 6 m³ je Anmeldung abgeholt. Laminat kann ab 2021 ebenso wie alle üblichen Bodenbeläge kostenfrei als Sperrmüll abgeholt oder auf dem Wertstoffhof entsorgt werden.

Zwei neue Wertstoffhöfe: Seit Anfang Februar können Bürger ihre Abfälle noch einfacher und schneller entsorgen. In der IKW-Straße in Lauchhammer sowie in Finsterwalde, Am Holländer 19, hat der Abfallentsorgungsverband Schwarze Elster zwei neue Wertstoffhöfe eröffnet. Damit gibt es nun sechs Wertstoffzentren im AEV-Verbandsgebiet, die sich in Herzberg, Bad Liebenwerda, Finsterwalde, Lauchhammer, Freienhufen und Hörlitz befinden. Dazu AEV-Verbandsvorsteher, Dr. Bernd Dutschmann: „Die Wertstoffhöfe sind eine wichtige Säule unseres Dienstleistungsangebotes. Mit den Neueröffnungen in Lauchhammer und Finsterwalde kommen wir den Wünschen der Bürger nach, ihre Abfälle unter guten Annahmebedingungen vor Ort einfach, zeitnah und fachgerecht entsorgen zu können.“ Auf allen Wertstoffhöfen nimmt der AEV eine Vielzahl von Abfällen, von Rest-, Bio- oder Gartenabfälle über Sperrmüll, Elektroaltgeräte oder Schrott sowie verschiedene Bauabfälle, an. Zusätzlich ist das Schadstoffmobil auf den Wertstoffhöfen zu festen Zeiten vor Ort, an dem die Schadstoffabgabe in haushaltsüblichen Mengen möglich ist. Detaillierte Informationen, welche Abfälle auf den einzelnen Wertstoffhöfen angenommen werden sowie deren Öffnungszeiten sind im Abfallkalender (Seite 12) oder unter dem Menüpunkt Wertstoffhöfe zu finden.