Tag: Abfall

Grundstückseigentümer erhalten Gebührenbescheide

Ab 2. März 2020 erhalten alle Grundstückseigentümer vom Abfallentsorgungsverband Schwarze Elster (AEV) ihre Gebührenbescheide für das Jahr 2020. Mit weiterhin stabilen und seit 2007 unveränderten Abfallgebührensätzen erfolgt die Abrechnung für das vergangene Jahr und die Berechnung der Abfallgebühren für 2020. „Bei der Abrechnung 2019 findet die Verrechnung der geleisteten Vorauszahlungen mit den tatsächlichen Leistungswerten statt. Zudem werden für das Jahr 2020 die Vorauszahlungen berechnet“, erklärt der Leiter des AEV-Kundendienstes, Thomas Frahm. Neu in diesem Jahr ist der Aufbau des Gebührenbescheides, bei dem der Zahlbetrag auf der ersten Seite dargestellt wird. „Damit kommen wir dem Wunsch vieler Kunden nach. Ebenfalls neu ist ein QR- oder Giro-Code, der für beide Seiten große Erleichterungen bietet. Einerseits kann jedermann die Überweisung am Smartphone und dem PC fehlerfrei erzeugen und andererseits wird die Buchung beim AEV automatisiert“, erklärt Thomas Frahm weiter.
Der AEV empfiehlt, den Gebührenbescheid nach Erhalt erst einmal in Ruhe zu prüfen und sich bei Fragen an die Mitarbeiter des Kundendienstes zu wenden. Die Kontaktdaten sind auf dem Gebührenbescheid abgedruckt. Damit die fälligen Abfallgebühren pünktlich gezahlt werden, kann dem AEV jederzeit ein SEPA-Lastschriftmandat erteilt werden. Einen Vordruck finden Sie beiliegend zu Ihrem Gebührenbescheid oder zusammen mit weiteren Informationen an dieser Stelle.

Die Gebührenbescheide für das Jahr 2020 werden ab 2. März zugestellt. Foto: AEV

Die Gebührenbescheide für das Jahr 2020 werden ab 2. März zugestellt. Foto: AEV

Die Festgebühr beträgt monatlich pro Person 2,46 €, pro Jahr sind das 29,52 €. Die Berechnung der Grundgebühr erfolgt auf Basis der einwohnermelderechtlichen Daten zum 01.01. diesen Jahres und ist damit von der Anzahl der mit Haupt- oder Nebenwohnsitz gemeldeten Personen auf dem betreffenden Grundstück abhängig.

Kommt es zu Ab- oder Anmeldungen im laufenden Jahr findet eine monatsgenaue Berechnung statt. Die Festgebühr beinhaltet beispielsweise die Bereitstellung aller Abfallbehälter, die haushaltsnahe Abholung von Altpapier, Sperrmüll, Schrott und Elektroschrott, die Entsorgungsangebote auf den vier Wertstoffhöfen, die Abgabe von Schadstoffen am Schadstoffmobil, die Sammlung von Weihnachtsbäumen, die bürgernahe Abfallberatung oder die Vorhalteleistungen für alle Behandlungs- und Verwertungskapazitäten.

Der Abfallentsorgungsverband Schwarze Elster ermittelt gemäß § 5 der Abfallgebührensatzung die Personenanzahl zur Erhebung der Festgebühr der Grundstücke auf der Grundlage von amtlichen Einwohnermeldedaten (Haupt- und Nebenwohnung).

Restabfall:
Die Berechnung der Leistungsgebühr ist wie in den Vorjahren unverändert. Im ersten Schritt erfolgt die Verrechnung der vorausgezahlten Pauschale für die Leerungen der Restmülltonne mit der tatsächlichen Leerungsanzahl des Vorjahres. Anschließend dient die Anzahl der Entleerungen als Grundlage für die Berechnung der voraus zu zahlenden Pauschale für das aktuelle Jahr. Ob ein Mindestleerungsvolumen zusätzlich berechnet wird, ist von der tatsächlich abgegebenen Restabfallmenge sowie von der Anzahl der auf dem Grundstück gemeldeten Personen abhängig und wird im Abfallgebührenbescheid detailliert dargestellt. Die Mindestleerungsvolumen umfasst drei Liter pro Person und Woche.

Bioabfall:
Die Berechnung der Leistungsgebühr bei der Biotonne erfolgt wie beim Restabfall. Zu beachten ist jedoch, dass für die Biotonne einmalig Vorauszahlungen zu leisten sind, die im Folgejahr wie beim Restabfallbehälter mit den tatsächlich in Anspruch genommenen Entleerungen verrechnet werden.

Neben der Festgebühr berechnet der AEV eine Leistungsgebühr bzw. eine Schüttgebühr für den Restabfallbehälter. Im ersten Teil des Abfallgebührenbescheids findet eine Verrechnung der vorausgezahlten Pauschale mit der tatsächlichen Leerungsanzahl im Jahr 2019 statt. Des Weiteren dient die Anzahl der Entleerungen als Grundlage für die Berechnung der voraus zu zahlenden Pauschale für das Jahr 2020.

Das Mindestentleerungsvolumen schafft Anreize zur Vermeidung und Verwertung von Abfällen. Die Leistungsgebühr für ein Mindestentleerungsvolumen beträgt 156 l pro mit Haupt- oder Nebensitz gemeldeter Person und Jahr. Das angesetzte Mindestvolumen orientiert sich am Durchschnittswert, den eine Person durch Berücksichtigung der abfallrechtlichen Ziele der Vermeidung und Verwertung von Abfällen erreichen kann, ohne dass sie auf illegale Wege der Abfallentsorgung zurückgreift. Die Berücksichtigung besonders atypischer Lebensweisen und Konsumgewohnheiten ist im Rahmen des notwendigerweise pauschalisierenden Ansatzes der Satzung nicht geboten.

Per Überweisung:
Damit Ihre Zahlung dem richtigen Kundenkonto zugeordnet werden kann, verwenden Sie möglichst den vorgefertigten Zahlschein oder führen bitte die aufgeführte Kunden-Referenznummer im Verwendungszweck an.

per Girocode:
Der QR- oder Giro-Code auf dem Abfallgebührenbescheid 2020 erleichtert für beide Seiten die Überweisung. Mit der neuen Funktion „QR-Code einlesen“ in Ihrer Mobile-Banking-App oder bei diversen Sparkassen und Banken sowie auch am SB-Terminal scannen Sie einfach nur den Girocode. Dadurch werden automatisch alle Daten in das Überweisungsformular übertragen: Empfänger, IBAN, BIC, Betrag und Verwendungszweck. Sie geben anschließend nur noch Ihre Überweisung wie gewohnt mit einer TAN frei.

Per SEPA-Lastschriftmandat:
Einfacher und bequemer kann die Zahlung durch die Erteilung eines SEPA-Lastschriftmandats beim AEV erfolgen. Die Vorteile liegen auf der Hand: die lästige Terminüberwachung für die Raten der Abfallgebühren entfällt, die Zahlungen erfolgen immer pünktlich und deren Zuordnung durch die Mandatsreferenznummer erfolgt fehlerfrei.  Für die Erteilung des SEPA-Lastschriftmandats beim AEV liegt dem aktuellen Abfallgebührenbescheid ein Vordruck bei, der ausgefüllt an den AEV per Post geschickt werden kann. Alternativ kann das Formular - hier klicken - heruntergeladen werden.

Auf schriftlichen Antrag kann die Grund- und/oder Mindestentleerungsgebühr für Personen, die mehr als sechs aufeinander folgende Monate von ihrem Haupt- /Nebenwohnsitz, insbesondere aus Gründen des Berufes, der Ausbildung, des Studiums, des Wehr- und Ersatzdienstes abwesend sind, ermäßigt werden. Diese Anträge sind unter Vorlage geeigneter aktueller Nachweise hinsichtlich der Abwesenheit jährlich neu beim Abfallentsorgungsverband „Schwarze Elster“, Hüttenstraße 1 c, 01979 Lauchhammer einzureichen.